Triathlon Team Kleinwalsertal • W I R und das Kleinwalsertal

20. Inferno Triathlon

19.08.2017: Hannes am Start fürs Tri-Team

Hier ist Hannes Bericht:
Er war beim Inferno am Start der Jubiläumsausgabe und hat eine alte Tri-Team-Tradition fortgeführt 😉

Kurzversion:
Schönes Rennen. Ein echtes Brett. Mir zu steil. Finish als „5. Frau“ (wie mir mehrfach genußvoll unter die Nase gerieben wurde)…

Gesamtzeit 10:32.06,7
Schwimmen 45.55,7 (2. AK, 4. Gesamt)
Roadbike 3:57.17,4 (16. AK, 43. Gesamt)
Mountainbike 2:01.58,3(26. AK, 66. Gesamt)
Berglauf 3:46.55,3 (15. AK, 45. Gesamt)
36. Inferno Triathlon Männer Overall
12. Inferno Tri Männer Altersklasse 1

Langversion:
Seppis Schwärmerei von diesem Rennen hat mich dazu gebracht, mich zu dem Rennen anzumelden. Ich war eigentlich eher skeptisch.
Im Nachhinein war es aber doch eine gute Idee, man sollte das Rennen mal gemacht haben…

Start um 06:30 Uhr im Thuner See. Glasklares Wasser, angenehme Temperatur zum Schwimmen im Neo.
Mein Schwimmen lief gut, ich kam als Gesamtvierter aus dem Wasser. Die Zeit war aber ziemlich schlecht, anscheinend gab es irgendeine Strömung gegen uns…
Dann ging‘s aufs Rad. Zielsetzung: schön zurückhalten und Kraft sparen, schließlich sollte es ein langer Tag werden. Ergebnis: Ich wurde den ganzen Tag lang überholt. Fördert den Spaßfaktor nicht gerade.
Abfahrt vom Beatenberg: naß, aber schön flüssig zu fahren und schön flott. Hat Spaß gemacht. Dann ein 40km langes Flachstück bis zum Beginn der Großen Scheidegg. Die ist einfach nur steil.
Oben war es sehr neblig, die Straße naß und die Sicht gleich null. Schade, aber der Sicherheit dienlich, sonst hätte ich wahrscheinlich vor lauter Schauen irgendwann eine Kurve verpaßt..
Auch so war‘s anspruchsvoll genug. Oben keine Sicht und naß, unten teilweise recht rumpelig. Dementsprechend vorsichtig bin ich nach Grindelwald abgefahren. Einer hat mich überholt (und dabei fast abgeräumt). Kurz darauf platzte sein Vorderreifen und er fabrizierte einen spektakulären schweren Sturz – ich glaube nicht, daß er das Rennen beenden konnte.
Dann der Wechsel aufs MTB. Von Anfang an zäh. Oben abartig steil, da war ich oft am Anschlag, mußte aber wenigstens nicht schieben. Von der Kleinen Scheidegg ging‘s dann hinunter nach Lauterbrunnen und von dort noch nach Stechelberg weiter.
Als MTB-Legastheniker war ich froh, sturzfrei und einigermaßen zügig runtergekommen zu sein. Die Fahrtechnik einiger Jungs war schon beeindruckend…
Dann der Lauf: Von Stechelberg zurück nach Lauterbrunnen und dann nur noch hoch. Zuerst nach Mürren. Bis dahin habe ich ein paar Minuten verloren, weil ich Probleme mit meinen Schuhen hatte. Ab Mürren wird‘s dann richtig steil. In den ganz steilen Passagen habe ich beobachtet, wie manche sogar die Hände zuhilfe nahmen.
Mit Bouillon, Cola und Wasser sowie Brot und Ovomaltine-Schokolade habe ich mich irgendwie ins Ziel auf 2960m gerettet und damit eine „Gel-freie Langdistanz“ komplett ohne Verzehr von Gels geschafft…

Fazit: Tolles Rennen in gigantischer Landschaft (wenn man sie sieht). Sehr hart. Außerdem ein enorm starkes Starterfeld voller Spezialisten.
5500hm in einem Rennen hatte ich letztes Jahr auch schon (beim StoneBrixiaMan), da aber verteilt auf deutlich mehr Kilometer.
Mir ist das alles zu steil. Aber ein schönes Erlebnis war‘s trotzdem.

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